26.07.2010

Torwandschießen mit dem Ministerpräsidenten

Peter Müller besuchte auf seiner Sommertour die Caritas Jugendhilfeeinrichtung Margaretenstift. Als „Landesvater“ nahm sich Müller dabei auch viel Zeit für die Kinder, die den prominenten Gast mit Trommelmusik und Tänzen unterhielten und die Gelegenheit nutzten, dem Ministerpräsident Fragen zu stellen.

Wenn Familien in Krisensituationen geraten oder Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, ist professionelle Unterstützung gefragt. Mit Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, Tagesgruppen, Professionellen Erziehungsstellen, der Integrativen Familienhilfe und ambulanten Maßnahmen leistet das Saarbrücker Margaretenstift seit vielen Jahren erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Im Rahmen seiner „Sommertour“ informierte sich Ministerpräsident Peter Müller am Dienstag über die Arbeit der Caritas Jugendhilfeeinrichtung. Als „Landesvater“ nahm sich Müller dabei auch Zeit für die Kinder, die den prominenten Gast mit Trommelmusik und Tänzen unterhielten und die Gelegenheit nutzten, dem Ministerpräsident Fragen zu stellen. Dabei erfuhren die Kinder unter anderem, dass Peter Müllers Lieblingsessen „Gefillde“ sind, er Vater dreier Buben ist, und „gern aber schlecht“ Fußball spielt. Nichts desto trotz trat Peter Müller auf Einladung der Kinder zum Torwandschießen an, an dem sich auch Hans-Joachim Backes, der Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH, beteiligte.

 

„Die Arbeit des Margaretenstiftes ist sehr unterstützenswert“, hatte Peter Müller zuvor in seiner Begrüßungsrede erklärt. „Familien sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Daher ist es wichtig, denen, die Hilfe brauchen, Unterstützung und Anteilnahme zukommen zu lassen.“ „Bei aller fachlichen Professionalität geht es uns immer um die Hilfe von Mensch zu Mensch“, sagte Erhard Zimmer, der Leiter des Margaretenstiftes. Wertschätzung, Achtung und Respekt seien dabei wichtige Grundsätze des christlich geprägten Hauses.

 

Zugleich arbeitet das Margaretenstift fachlich auf hohem Niveau. 1995 startete hier als bundesweit beachtetes Modellprojekt die „Integrative Familienhilfe“, die inzwischen auch in anderen Einrichtungen eingeführt und vom Margaretenstift zertifiziert wird. „Durch die Integrative Familienhilfe habe ich gelernt, wie man mit den Kindern umgeht, welche Gefahren es gibt und wie man Streit zwischen den Geschwistern schlichtet“, erklärt eine allein erziehende Mutter von vier Kindern zum Projekt. Neun Monate nahm sie an der vom Jugendamt vermittelten Maßnahme des Margaretenstifts teil. Beim Besuch des Ministerpräsidenten übernahm sie die Führung durch das Haus und berichtete Peter Müller von ihren Erfahrungen. „Eine Woche leben die Familien hier bei uns, dann setzten sie das Gelernte mit unserer Unterstützung zu Hause um“, erklärt Familienbegleiterin Christiane Singer-Schille das Konzept der Integrativen Familienhilfe.