15.01.2016

Neueröffnung Jugendwohngemeinschaft Dudweiler!

Neue Jugendwohngemeinschaft des Bereiches UMF bezog kurz vor dem Jahreswechsel neue Räumlichkeiten in Saarbrücken-Dudweiler.

Nach intensiven Vorbereitungen und Renovierungen konnte eine neue Jugendwohngemeinschaft des Bereiches UMF (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge)  im Margaretenstift kurz vor dem Jahreswechsel ihre Räumlichkeiten in einem eigenen Wohnhaus in Saarbrücken-Dudweiler beziehen. Insgesamt neun Jugendliche aus Eritrea wurden am 30.12.2015 von den MitarbeiterInnen des Margaretenstifts in Empfang genommen. Auch der Einrichtungsleiter, Herr Erhard Zimmer, ließ es sich nicht nehmen, den neuen Bewohnern einen kurzen Besuch abzustatten und sie im Margaretenstift zu begrüßen. Unterstützt durch einen Dolmetscher wurden die ersten wichtigen Fragen geklärt und die Haus- und Sicherheitsregeln übersetzt. Nach dem Beziehen der Zimmer hatten die Jugendlichen vor allem ein Thema: „Hunger“. Die beiden Küchen der Wohngemeinschaft wurden direkt in Beschlag genommen, um eine erste Mahlzeit im neuen Zuhause zuzubereiten. Die Jugendlichen haben einen weiten und teilweise sehr belastenden Weg hinter sich gebracht, um in Deutschland eine bessere Zukunft zu finden. Da die Erstaufnahmekapazitäten bei der Ankunft der Jugendlichen im Saarland deutlich überschritten waren, mussten die Jugendlichen teilweise in Hotels und Jugendherbergen untergebracht werden und sich dort in Geduld üben. Im Margaretenstift angekommen, gilt es für alle UMF zunächst so schnell wie möglich die deutsche Sprache zu erlernen, um eine Schule zu besuchen oder eine Ausbildungsstelle zu finden. Ebenso sind die MitarbeiterInnen des UMF-Bereiches damit beschäftigt, alle Fähigkeiten und Fertigkeiten mit den Jugendlichen einzuüben, die ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland erfordern. Bis zur Volljährigkeit steht jedem Jugendlichen ebenfalls ein Amtsvormund beratend zur Seite, der die elterliche Sorge ausführt. In enger Kooperation mit den beteiligten Jugendämtern führt die Maßnahme „Jugendwohngemeinschaft“ schrittweise zur Verselbständigung der jungen Menschen und kann so einen Beitrag zu einer gelingenden Integration leisten.